jannine koch

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Statement

Bereits seit meinem Studium weisen meine Arbeiten auf Leinwand einen starken Bezug zum tagespolitischen und gesellschaftlichen Geschehen auf.  Die großen Zusammenhänge und Veränderungen der letzten Jahre, vor allem aber die zunehmende Technisierung, Digitalisierung und Überwachung beschäftigen mich sehr und sind Motor fast aller Bilder. Dass all diese Veränderungen für uns immer weniger greifbar und in hohem Maße fremdvermittelt sind, versuche ich in meinen Malereien formal umzusetzen und zu reflektieren. Leitmotivisch tauchen Pixel und Sprühfarbe auf, aber auch Schrift und Codes, Zahlen oder Raster finden Eingang in meine Bilder und fungieren als Metaphern einer von Technik bestimmten und kontrollierten Welt. 

Parallel zur Malerei beschäftige ich mich seit über zehn Jahren kontinuierlich mit Druckgrafik. Neben Lithografien und Materialdrucken bildet der Tiefdruck seit 2011 einen Schwerpunkt in meinem Werk. Ausgangspunkt meiner Ätzradierungen ist das faszinierende Universum der Kartografie in all seinen Ausprägungen: Moderne Stadtpläne, Grundrisse oder Details aus historischem Material. Seit einigen Jahren kombiniere ich diese Formen mit der organischen Struktur von Insekten, woraus die sogenannten "Kerbtiere", Zwitterwesen aus Natur und Technik, entstehen.